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Sandiger Ableger der Drakensberge
Linker Hand Düne an Düne hinter Düne
neben Düne - ein endloses Meer rötlichen Sandes,
das sich bis an den Horizont erstreckt. Rechter Hand
weite, graue und beige-farbene Ebenen mit einzelnen,
herausragenden Inselbergen. Dazwischen ein grün
gesäumtes, sandiges Bett eines Riviers (Trockenflusses).
Die Namibwüste, die einen etwa 100 km breiten Streifen
an der Küste des nach ihr benannten Landes Namibia
bedeckt, hat mehrere Gesichter. An großen Rivieren
in der südlichen Hälfte wie Kuiseb oder Koichab
stoßen diese so verschiedenen Landschaften besonders
deutlich aneinander. |
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Unter Namib
versteht man im üblichen Sprachgebrauch das ganze
Trockengebiet, das von Angola über Namibia bis
nach Südafrika reicht. Forscher ziehen die Grenze
allerdings etwa auf Höhe der Teerstraße Lüderitz
- Aus und bezeichnen den südlich davon gelegenen
Teil als Sukkulenten Karoo. So umrissen, besteht die
Namib aus dem schmalen Streifen zwischen Winterregen-System
im Südwesten und Sommerregen-Zone im Nordosten.
Der jährliche Niederschlag schwankt je nach Gebiet
und von Jahr zu Jahr zwischen 5 und 85 mm, das Wasserdefizit
liegt bei 25 bis 150. Ein rund 60 km breiter Streifen
erhält Feuchtigkeit durch Nebel. Die Temperaturen
können im Sommer auf bis zu 40 Grad steigen und
im Winter auf Werte um 2 Grad fallen. Die Riviere mit
ihren unterirdischen Wasserreserven ziehen sich als
Lebensadern durch die Ebenen. |
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Biologen gliedern
die Namib in drei Vegetationstypen - die Nördliche
Wüste mit wechselnden Landschaften und spärlichen
Gräsern auf verschiedenen Böden, die Zentralen
Geröllebenen mit spärlichen Sträuchern
und Gräsern, und das Südliche Sandmeer. Insgesamt
betrachtet beherrschen einjährige Gräser und
Kräuter das Bild, die nach einem Regenfall rasch
wachsen; höhere Sträucher oder gar Bäume
stehen meist nur entlang der Riviere. Trotz der kargen
Vegetation beherbergt die Namib eine Vielfalt an Tieren,
die sich einfallsreich an ihren jeweiligen Lebensraum
angepasst und erstaunliche Überlebenstechniken
entwickelt haben. So gibt es 30 endemische Wirbeltiere,
darunter die Seitenwinder-Schlange (Zwergpuffotter),
die beim 'Erklettern' der Dünen ein markantes Streifenmuster
hinterlässt, die Dünenlerche und der Goldmull,
ein maulwurfartiges Nagetier ohne Augen. |
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Die
Namib gilt mit über 20 Mio. Jahren als älteste
Wüste der Welt. In ihrer heutigen Form entstand
sie allerdings 'erst' vor 5 Mio. Jahren: Damals
trennten sich Südamerika und die Antarktis
voneinander, so dass sich um den polaren Kontinent
herum Meeresströme bildeten. Das war die
Geburtsstunde des kalten Benguela Stroms an der
Westküste des Südlichen Afrika, der
verhindert, dass die Luft viel Feuchtigkeit aufnehmen
kann.
Aufgrund einer Inversion (warme Schichten liegen
über kühlen Schichten der Luft) gibt
es keine Turbulenzen, die wiederum für die
Bildung von Wolken nötig sind. Von der Küste
her ist also kein Regen zu erwarten. Durch Kondensation
entsteht lediglich Nebel, der vor allem nachts
über weit ins Land ziehen kann. |
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Die gewaltigen Sandberge der Dünen
Namib schließlich sind ein überwältigendes
Monument für die gewaltigen Kräfte der Erde.
So unglaublich es klingen mag: Bei dem Sand handelt
es sich um Erosionsmaterial der Drakensberge und anderer
geologischer Formationen im Landesinneren des südafrikanischen
Subkontinentes. Über Jahrmillionen hat der Gariep/Oranje
Fluss das verwitterte Material in den Atlantik getragen,
wo es vom Benguela Strom nach Norden gespült und
entlang an der Küste abgelagert worden ist. Der
kräftige Südwestwind hat den Sand dann ins
Landesinnere geblasen und im Laufe von 2 bis 3 Mio.
Jahren zu Bergen zusammengefegt. |
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Menschen haben
die Namib nur sporadisch aufgesucht: Unter Felsüberhängen
von Inselbergen inmitten der Wüste finden sich
Felskunst und Steinwerkzeuge. Am unteren Lauf des Kuiseb
Riviers haben sich vor etwa 200 Jahren die Topnaar Nama
niedergelassen. |
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